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Die erste Briefmarke: Wie „One Penny Black“ einst die Post revolutionierte

„Penny Black“ erschien erstmals im Mai 1840  am Postschalter des vereinigten Königreichs Großbritanniens. Als erste Briefmarke der Welt löste sie eine kleine Post-Revolution aus.

Die erste Briefmarke der Welt hört heute liebevoll auf den Namen „Penny Black“ – ein dezenter Hinweis auf ihre schwarze Farbgebung. „One Penny Black“ ist eine der meist gesuchten Briefmarken unter Sammlern und zählt zu den berühmtesten der Welt, obwohl sie recht unspektakulär aussieht. Warum ist die „Penny Black“ so beliebt bei Briefmarkensammlern?

Die Geschichte der „One Penny Black“

Was heute nur noch wenige wissen – bis zur Einführung der ersten Briefmarke musste das Porto vom Empfänger und nicht vom Versender bezahlt werden. Die Gebühr für den Transport der Sendung war dabei jedes Mal höchst unterschiedlich und richtete sich nach Entfernung, Gewicht und Überbringer. Dies hatte zur Folge, dass der Versender dem Empfänger die Gebühr nicht zumuten wollte und auf den Schriftwechsel gänzlich verzichtete. 

Erst die Einführung eines einheitlichen und von der Entfernung unabhängigen Penny-Portos sollte das ändern – die Briefmarke „One Penny Black“. 

Wer hat die erste Briefmarke der Welt erfunden?

1835 wurde der Engländer Sir Rowland Hill von seiner Regierung beauftragt, das britische Postwesen zu reformieren. Seine Vorstellung war, Sendungen in speziellen Umschlägen mit Wertstempeleindruck zu verschicken. Die gedruckten Umschläge konnten sich jedoch nicht durchsetzen. Erst im Jahre 1837 entstand die Idee gummierter Gebührenzettel zum Aufkleben.   

So entstand „Penny Black“, das älteste Postwertzeichen der Welt, auf dem das Porträt der damals 21-jährigen Königin Victoria (1819-1901) auf schwarzem Hintergrund abgebildet ist. Da Großbritannien zunächst das einzige Land mit Briefmarken war, stand der Ländername nicht darauf. Dies ist übrigens bis heute eine Einzigartigkeit britischer Marken.

„One Penny Black“ setzte den Meilenstein in der Geschichte des Postversandes und schon bald zogen andere Länder nach. Frankreich führte 1849 die erste Briefmarke ein, Deutschland folgte im selben Jahr mit dem „Schwarzen Einser“. 

Warum folgte „Penny Red“? 

„Penny Red“ gilt als die am längsten laufende Briefmarke Großbritanniens und löste „Penny Black“ ab. Ursprünglich  wurde die „Penny Black“-Marke mit einer roten Stempelfarbe entwertet, die sich aber relativ leicht entfernen ließ. Häufig wurde versucht, die Marke ein zweites Mal zu verwenden. 

Deshalb entschied die Post, schwarze Entwertungen zu verwenden. Diese waren zwar haltbarer, aber auf dem dunklen Grundton der Briefmarke nur schlecht erkennbar. Auf der „Penny Red war der schwarze Poststempel dagegen deutlich zu lesen. Aus diesem Grund wurde die „Penny Black“ bereits nach einem Jahr durch die „Penny Red“ ersetzt.

Wie hoch ist der Wert einer „One Penny Black“? 

Auch wenn man es nicht vermuten würde: Die Preise für eine gestempelte „Penny Black“ sind im Verhältnis zu ihrer Popularität durchaus erschwinglich. Aufgrund des großen Bedarfes an Briefmarken im britischen Königreich wurden entsprechend viele Marken gedruckt. Heute sind davon immer noch mindestens 60.000 verfügbar. Reservieren Sie sich am besten gleich Ihr persönliches Exemplar!

Obwohl viele „Penny Black“ auf dem Markt zu finden sind, kann ein unbenutztes Exemplar seine Besitzer etwa 3.000 Euro reicher machen. Sicherlich ist das ein Grund, warum sie bei Sammlern so beliebt ist.

In diesem Zusammenhang gibt es eine nette Geschichte: Einer der ersten Sammler annoncierte in der Londoner Times, dass er gestempelte Exemplare dieser Marke suchen würde, um möglichst viele davon an einem Bindfaden aufzureihen. Aus diesem Grund findet man heute noch gelegentlich aus seiner Sammlung die „Penny Black“ mit einem kleinen Loch, das von dem Bindfaden herrührt.

Was in keiner Sammlung fehlen sollte

In Deutschland, Österreich und der Schweiz werden sie nur selten angeboten: Authentische, historische Briefe aus Großbritannien, frankiert mit der berühmten „Penny Black“. Umschläge gibt es einige, doch nur wenige davon befinden sich in schönem, sammelwertem Zustand.

Zu den beliebtesten zählen besonders feine Stücke aus dem Vereinigten Königreich – natürlich mit Gebrauchsspuren und Patina, denn diese Besonderheiten sind mittlerweile über 170 Jahre alt. Abgestempelt wurden die Briefmarken übrigens mit einem roten oder schwarzen Malteserkreuz-Stempel, die zusammen mit der ersten Briefmarke von der britischen Post am 6. März 1840 eingeführt wurden.

Einzigartig ist daran, dass jeder Brief ein Unikat ist und in unterschiedlichem Zustand sein kann. Gemeinsam ist aber allen: Sie sind mit der ersten Briefmarke, der „One Penny Black“ frankiert.

Ein Brief, der eigentlich in keiner Sammlung fehlen sollte.