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Papst der Herzen: Zum 100. Geburtstag von Johannes Paul II.

Der erste polnische Papst, der mit bürgerlichem Namen Karol Wojtyla hieß, wäre am 18. Mai 2020 100 Jahre alt geworden. Ein Anlass für einen Rückblick auf sein Leben.

Kaum ein Papst in der jüngeren Kirchengeschichte prägte die Kirche so sehr wie er. Sein Engagement galt der Freiheit und dem Frieden der Welt. 1978 wurde Johannes Paul II. als erster Nicht-Italiener nach 455 Jahren zum Papst gewählt. Als 264. Papst der römisch-katholischen Kirche (1978-2005) war er der erste Slawe in diesem Amt seit 1523. 

Während seines Pontifikats war Johannes Paul II. bekannt für seine zum Teil konservativen Positionen. Er setzte sich jedoch stark für einen Dialog zwischen den Weltreligionen ein und mischte wortgewaltig in der Weltpolitik mit. Papst Johannes Paul II. suchte stärker als seine Vorgänger den Kontakt zur Öffentlichkeit. Häufig wurde er deshalb als „Medienpapst“ bezeichnet. Bei seinen öffentlichen Ansprachen vor großen Menschenversammlungen wurde er weltweit als charismatische Persönlichkeit gefeiert. 

Ihm zu Ehren: Nicht nur für Briefmarken-Freunde

Anlässlich des 100. Geburtstages von Papst Johannes Paul II. wurde ihm zu Ehren ein ganz besonderes Sammelstück aufgelegt: Ein streng limitiertes Luxus-Markenheftchen postfrisch aus Österreich. Es enthält sechs Postkarten mit wunderschönen Aufnahmen von Johannes Paul II. und einen Block mit zwei Briefmarken. 

Sein Weg: Papst Johannes Paul II. 

Aufgewachsen ist der am 18. Mai 1920 geborene Wojtyla im südpolnischen Wadowice. 1938 zog er mit seinem Vater nach Krakau und schrieb sich dort zum Studium der Polnischen Literatur und Philosophie ein. Während des Krieges arbeitete Wojtyla in einer Chemiefabrik und in einem Steinbruch. Seine große Leidenschaft galt der Schauspielerei, die er zur Kriegszeit nur versteckt im Untergrund ausüben konnte. 

Doch es gab eine weitere Verbundenheit im Leben des jungen Wojtyla, die noch größer war als die Freude am Schauspiel: der Ruf Gottes. Ein Jahr nach dem Tod seines Vaters, trat er 1942 heimlich in das Priesterseminar ein. Am 1. November 1946 weihte ihn der Erzbischof von Krakau zum Priester. Karol Wojtyla wurde mit nur 38 Jahren Polens jüngster Weihbischof. 1963 trat er in das Amt des Erzbischofs in Krakau.  

Nach dem Tod von Papst Johannes Paul I. im Jahre 1978 stand die Wahl eines neuen Oberhauptes für die katholische Kirche an. Die Entscheidung zog sich in die Länge und erst im achten Wahlgang stand fest: Der 264. Papst hieß Karol Wojtyla. Mit 58 Jahren war er nicht nur einer der jüngsten Päpste in der Geschichte, sondern auch der erste Pole auf dem Papstthron und seit 455 Jahren der erste Nicht-Italiener.

„Superstar“ der Jugend 

300.000 Jugendliche folgten 1984 erstmals der Einladung von Papst Johannes Paul II. nach Rom. Dieser war so begeistert von der Veranstaltung, dass er ein Jahr später den Weltjugendtag etabliert. Fortan sollte das Zusammentreffen internationaler Jugendlicher alle zwei bis drei Jahre zentral in einer Stadt stattfinden.

Heutzutage sind die Weltjugendtage nicht nur die größte kirchliche Veranstaltung, sondern sie finden sogar mehr Anhänger als die Love-Parade oder Großdemonstrationen. Viele hunderttausend Jugendliche nehmen aktuell an den Gebeten und Gottesdiensten teil. Als bisheriger Rekordhalter gilt der Weltjugendtag 1995 in der philippinischen Hauptstadt Manila mit vier Millionen Besuchern. 

Der Reisepapst: Johannes Paul II.

Wir alle haben ihn in Erinnerung: Der polnische Papst, der stets die Erde küsste, wenn er irgendwo gelandet war. Der Mann mit dem osteuropäischen Akzent und weißer Soutane hatte schnell einen Spitznamen weil er so viel reiste: „Eiliger Vater“. Papst Johannes Paul II. ist so viel gereist wie kein Papst zuvor. 

104 Auslandsreisen hat er während seines Pontifikats übernommen und fast den halben Planeten besucht. Dabei hatte er immer ein Auge auf die Schwachen und Entrechteten. Selbst vor unangenehmen Begegnungen scheute er bei seinen Besuchen nicht zurück; redete einigen afrikanischen Diktatoren oder auch dem kubanischen Machthaber Fidel Castro ins Gewissen. 

1981: Schüsse auf dem Petersplatz

Am 13. Mai 1981 passierte das Unfassbare: Papst Johannes Paul II. war im offenen Papamobil auf dem Weg zur Generalaudienz. Während er langsam die versammelte Menschenmenge auf dem Petersplatz passierte, hallten plötzlich Schüsse über den Platz. Der türkische Rechtsextremist Mehmet Ali Agca schoss drei Kugeln aus nächster Nähe auf Papst Johannes Paul II. 

Schwerverletzt wurde der Papst in die Gemelli-Klinik eingeliefert. Während die Ärzte mehrere Not-Operationen durchführten, war das Oberhaupt der katholischen Kirche nach fünf Stunden endlich außer Lebensgefahr. Noch am Krankenbett vergab er dem türkischen Attentäter Ali Agca.  Körperlich konnte sich der Papst nie richtig von dem Anschlag erholen.

Die letzten Jahre...

des „Jahrhundert-Papstes“ waren zunehmend von Schwäche und Krankheit gezeichnet. Besonders stark schränkte ihn seine Parkinson-Erkrankung ein. Unvergessen ist sein letzter „Urbi et Orbi“-Segen, den er am 25. März 2005 nahezu stumm spendete – das Sprechen fiel ihm schwer. Doch bis zuletzt kam ein Rücktritt für Karol Wojtyla nicht in Frage. 

Nur wenige Tage später, am 2. April 2005 starb Papst Johannes Paul II. im Alter von 84 Jahren. Die höchste Ehre der katholischen Kirche wurde ihm zuteil: Neun Jahre nach seinem Tod wurde er von Papst Franziskus heilig gesprochen.

Ein Leben, das Geschichte schrieb. Wir haben für Sie die wichtigsten Stationen seines Lebens auf exklusiven Motivbriefmarken. Entdecken Sie wunderschöne Aufnahmen von Papst Johannes Paul II.